So langsam geht mir die Kraft aus

Wenn es um meine Kinder geht, werde ich zur oft zitierten Löwen-Mutter. Zwar entwickelte ich mich diesbezüglich auch weiter, war früher wesentlich vorsichtiger und ängstlicher, aber mittlerweile vertrete ich die Rechte meiner Kinder mit allen mir verfügbaren Mitteln.

Und hier fängt mein Problem an: mir gehen die Mittel aus. Mittel hier im Sinne von „personeller Unterstützung“. Ich kämpfe gefühlt gegen Windmühlen, laufe immer wieder gegen Wände, komme so auch an meine emotionalen Grenzen.

Heute z.B. wieder: Meiner Tochter geht es aufgrund ihres „Frauen-Leidens“ nicht gut, sie leidet an Schwindel und Kraftlosigkeit. So sind wir heute nicht zu ihrer BvB-Einrichtung, sondern direkt zum Arzt gegangen. Das letzte Blutbild, welches aus diesem Grund schon einmal gemacht wurde, zeigt keine Auffälligkeiten, Blutdruck, usw. ebenso wenig. Meine Tochter solle viel trinken, und es gibt Tropfen, die den Kreislauf ein wenig in Schwung bringen, die uns der Arzt aufgeschrieben hat, zusätzlich gab es für heute eine ArbeitsUnfähigkeitsBescheinigung.

Automatisch aber ziehe ich schon wieder den Kopf ein, da ich wieder einmal die Aufgabe hatte, der Gruppenleiterin mitzuteilen, dass meine Tochter wieder einmal nicht kommt. Das Blöde an der Sache ist, dass ihr gestern ein Gespräch mit der Gruppenleiterin und der Bildungsbegleiterin für heute angekündigt wurde. Davor hat meine Tochter inzwischen furchtbare Angst, weil sie doch nur wieder zu hören bekommt, was sie alles falsch macht, zu was sie nicht taugt, und was für sie das Beste wäre. Ein Gespräch ohne mich, also zwei gegen eins. Zwar sagte ich meiner Tochter, dass sie jeder Zeit sagen könne, mich dabei haben zu wollen, aber hier befürchtet sie, dass sie wieder nur geschimpft und bedrängt wird.

Ich weiß, in diesem Beitrag steht oft das Wort „wieder“. Aber leider ist es genau das. Der Kampf gegen Mobbing, und genau das ist es in meinen Augen, hatten wir in der Regelschule schon lange genug. Gegen Lehrer, Direktoren, Ärtze, Psychologen, Sozialdienste, Behörden,… Es ist so ermüdend. Wo soll ich denn jetzt noch hin?

Mir ist zum Heulen, ich kämpfe weiter, ich schiebe meinen Zusammenbruch so lange wie möglich hinaus, um für meine Kinder da zu sein. Meine Tochter entschuldigt sich sogar schon bei mir, was ich aber sofort ablehne, da sie ja nun am allerwenigsten was dafür kann. Wir müssen nur zusammen halten, gemeinsam werden wir das schon schaffen.

Irgendwie…

Wenn ich mich (wieder) gefunden habe…

(Womit wir bei dem Zusatz  meines Blogs *die Suche nach meinem Sein* wären, der mich ja zusätzlich noch begleitet – so nebenbei.)

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