Jetzt ist es also „amtlich“

 

Diagnose: Autismus – Ich

 

 

 

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5 Antworten zu Jetzt ist es also „amtlich“

  1. aspiemom schreibt:

    Hat dies auf Aspie Mom rebloggt und kommentierte:
    Ich habe selten einen so guten Blog gelesen. Es beschreibt das ganze Procedere hervorragend, er beschreibt die Konfusion, die Verwirrung, das irgendwie haltlose…

    Was mich nach Jahren der Diagnosestellung noch immer verwirrt ist, dass ich mich schlecht fühle, weil ich eben funktionieren KANN. Ich kann mich an Gesprächen beteiligen, ich kann die Hand geben, ich kann ‚Blickkontakt‘, ich kann sogar bedingt small talk…. ABER…

    Die Anstrengungen die dahinter stecken, die sieht niemand, die fühle ich aber umso deutlicher. Nur, wenn ich das denn alles kann, bin ich tatsächlich Autistin? Ja. Bin ich. Und nur, weil immer wieder Leute dies anzweifeln, weil sie das alles nicht verstehen können oder wollen, muss ich aufhören an mir selbst zu zweifeln. Punkt. (zwei Fachärzte haben mich diagnostiziert, ein Therapeut, der fachlich sehr versiert ist, unterstützt mich und bestärkt mich…. ich sollte wirklich langsam mal aufhören mich selbst fertig zu machen)

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    • sinnesstille schreibt:

      Vielen Dank! 🙂

      Ich finde es mitunter schwierig, wenn solche Sätze kommen wie „Das hat dir doch früher auch nichts ausgemacht!?“ Gleichzeitig aber zu erklären, dass gesellschaftliche Zusammenkünfte nicht immer schlecht oder unnötig sein müssen. Ich mag meine Leute um mich herum. Ich genieße es, gute Gespräche zu führen, oder einfach nur als stiller Beobachter ihren Umgang miteinander zu verfolgen. „Ach komm, das wird bestimmt schön“ oder „Du musst mal unter Leute“ hat mich immer dazu gezwungen, mitzuspielen.
      Wie sehr es einen immer anstrengt, nein, das sieht keiner. Mehrer Tage hintereinander? Und dann noch wichtige Termine dazwischen? Ich KONNTE und KANN. Aber mittlerweile immer schlechter.
      Das ist auch der Grund, warum ich mich (noch) mit Äußerungen bzgl meiner Diagnose sehr zurück halte, zumindest bei Leuten, die mich schon länger kennen, anders kennen. (Sind eh nicht mehr viele.) Aber sie verstehen diese Wandlung nicht, die aber letztendlich nur zu meinem Schutz dient.

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      • aspiemom schreibt:

        Ja. Vor allem, jetzt wird Dir bewusst werden, wer es tatsächlich ernst mit Dir meint! Ich habe vor einiger Zeit dazu einen Blog geschrieben, die Veränderungen nach de Diagnose sind wirklich einschneidend.

        Diese Bemerkungen höre ich auch heute noch und sie haben zu einigen Kontaktabbrüchen geführt, weil ich nicht mehr willens war, mich immer und immer wieder zu erklären. Real habe ich keinerlei sozialen Kontakte mehr, außer evtl. beim Einkaufen oder Arztbesuch und momentan geht es mir ganz gut damit.

        Ich habe gestern in einem Gespräch geäußert, dass man mit dem ‚Alter‘ (ich bin 51) immer ’spröder‘ wird. Die Flexibilität, die auch ein Asperger hat, verschwindet. Man ist einfach nicht mehr in der Lage zu kompensieren.

        Pass bitte gut auf Dich auf!

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  2. Forscher schreibt:

    Ich erkenne mich in vielen Schilderungen wieder. Auch das mit genügend zeitlichem Spielraum, panisch werden, wenn ich die Adresse nicht finde. Besonders aber gefällt mir die Tatsache, dass Du eine gute, einfühlsame Psychologin erwischt hast. Das scheint nicht selbstverständlich.

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    • sinnesstille schreibt:

      Die Psychologin hat ihren Ruf wirklich verdient! Nicht umsonst hat man mindestens ein dreiviertel Jahr Wartezeit, gerade nimmt sie gar keine neuen Patienten mehr an, weil man ihr quasi „die Bude einrennt“. Das kommt ja nicht von ungefähr. Und ich bin dankbar für dieses Glück! Ich hatte schon ganz andere Psychologen, Psychiater und Therapeuten vor mir. :-/

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