Wieder mal nicht geschfft

 

Ich fühle mich furchtbar. Hab mal wieder versagt.

Heute um 8:50 Uhr hätte ich einen Termin bei meiner Psych gehabt, merkte aber schon beim Aufwachen, dass mir untergründig übel und schwindelig war.

So gut ich auch mit allen Zeiten vorbereitet war, das Gefühl ging nicht weg, schlägt bei mir dann leider auch auf die Verdauung, und es stieg leichte Panik in mir hoch.

Ich konnte nicht.

Das zusätzliche Problem ist aber: In der Praxis sind die offiziellen Telefonzeiten erst ab 10 Uhr. Dennoch rief ich an, immer wieder, in der Hoffnung, es würde wenigstens zu meinem Termin jemand ans Telefon gehen, aber ich hörte immer wieder nur die Bandansage, auch keine Möglichkeit, eine Nachricht zu hinterlassen.

Ich finde fast nichts schlimmer, als den Eindruck von Unzuverlässigkeit zu erwecken. Aber was sollte ich machen!?

Um kurz nach zehn erreichte ich dann endlich jemanden, spulte meine zurecht gelegten Worte ab, und bat um Rückruf der Psych. Keine Viertelstunde später klingelte auch das Telefon, und ich entschuldigte mich persönlich bei ihr, dass ich sie versetzt habe, erklärte ihr, warum.

Außerdem wollte ich wissen, ob meine Tochter, obwohl sie noch nicht ganz 18 ist, auch schon zu ihr kommen könne. Ihr momentaner Zustand hängt ja mit meinem zusammen, bzw. umgekehrt… Alles geklärt – ja, geht. Ende Oktober fahren wir dann gemeinsam hin.

Leider funktioniert das bei mir dann nicht automatisch, dass ich dann sofort wieder beruhigt bin, wenn ich alles ins Reine bringen konnte. Die Gedanken und Gefühle drum herum beschäftigen mich noch eine ganze Zeit danach, bis dann die Erschöpfung kommt, und ich irgendwann mitten am Tag in den Schlaf versinke.

So was ärgert mich wahnsinnig.

Ja, ich weiß, die Fahrt ist anstrengend dort hin, aber ich kenn‘ mich aus.

Hätte ich es nicht doch probieren sollen!?

Ich fühle mich furchtbar. Hab wieder mal versagt.

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3 Antworten zu Wieder mal nicht geschfft

  1. JanJan schreibt:

    Wenn du einen Schritt zurück gehst betrachte es als Anlauf 😉

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  2. hismum schreibt:

    Ich bin der Meinung…man darf auch mal „versagen“. Na und? Und trotzdem würde ich dies nicht direkt als Versagen bezeichnen. Wenn man sein Bestes gibt, dann versagt man doch nicht. Es ist gut, wenn wir auf uns selbst aufpassen. Das nimmt uns niemand ab. Und diese Verantwortung, die wir für uns übernehmen, dieses Aufpassen auf uns ist nicht „versagen“. So sehe ich das. Oder andersrum, ich würde mir gegenüber versagen, wenn ich nicht auf mich achten würde.

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