Filme und so

 

Gestern hatte ich darüber geschrieben, was Musik in mir auslösen kann.

Meine Emotionen können aber auch bei Filmen überschäumen, und ich bin ein echter „Film-Junkie“, ich saß als Kind schon viel vor dem Fernseher. Allerdings nicht einfach nur so. Meine Begeisterung kann für allerlei Details angesprochen werden, so entdeckte ich im Laufe der Jahre immer mehr wirklich tolle, talentierte Schauspieler, jeder auf seine Weise. Auch Maske, Kostüm, Technik, Effekte… und auch hier wieder: die Musik, die bekanntlich eine enorme Wirksamkeit hat, um Szenen zu verstärken und in Stimmung zu bringen.

Ein begnadeter Musiker und Komponist ist für mich Hans Zimmer. Seine Art, Musik einzusetzen, ist beeindruckend. So höre ich mir auch gern die Soundtracks an, und da ich viele der dazugehörigen Filme kenne, habe ich alles vor Augen.

Zurück zu den Filmen.

Es heißt ja, Autisten könnten oftmals nicht verstehen, was da vor sich geht, nicht erahnen, worauf die Leute hinaus wollen, manche „trainieren“ sogar mittels Seifenopern, Mimik und Gestik zu deuten, andere schauen überhaupt nicht gerne, aus welchen Gründen auch immer.

Für mich aber war die Schauspielerei immer so etwas wie „ein Fenster in eine andere Welt“.  Ich war sogar selbst in einer Schul-Theatergruppe.

Man musste mir nicht lange erklären, dass „das da“ im Fernsehen „nicht echt“ ist. Wobei ich hier ein Veto einlegen musste, denn ein Onkel von mir, später dann mein Cousin, liebend gerne mit der Kamera rum gelaufen ist und gefilmt hat… Naja, das war ja dann echt. In bewegten Bildern für die Erinnerung festgehalten. „Nicht echt“ habe ich aber sehr wohl verstanden. Fasching, die Kostüme und das seltsame Getue, auch „nicht echt“. Das sprechende Auto, welches auf Knopfdruck oder per Ansage über irgendwas drüber springt – logisch – „nicht echt“. Tierdokumentationen o.ä. dagegen ja schon…

Mein Interesse, was Filme und Serien angeht, erreicht ein großes Spektrum. Ey, ich bin früher mit Bauerntheater und Bud Spencer aufgewachsen, Raumschiff Enterprice und Tatort, Pipi Langstrumpf und Dirty Dancing, Terminator, ES und Flashdance, das Boot und Top Gun… Altersbeschränkung? *hüstel* In den Ferien, wenn meine Mutter früher ins Bett ging als ich, klebte ich mit der (unserer damals allerersten) Fernbedienung vor der Mattscheibe, dem Finger auf einer anderen Taste, damit ich schnell umschalten konnte, sollte meine Mutter doch mal ins Wohnzimmer kommen… Dabei ging es nicht ums Fernsehen bis in die Nacht, sondern um das was ich sah. Manches wäre mir peinlich gewesen, hätte meine Mutter das gesehen.

Faszination pur. Ich gruselte mich total gerne (ok, zugegeben: Ich mag keine Clowns, vor allem die amerikanischen sind alle irgendwie… örgs), ich hatte nie ein Problem mit Blut und Wunden und Zombies und Auaaaa… hui… ich liebte den Adrenalinkick. Ich sah Lustiges, Liebesschnulzen, Dramen, Actionthriller… Daran hat sich bis heute nichts geändert. Und natürlich auch Filme mit außergewöhnlichem Sprachgebrauch; mein absoluter Lieblingsfilm diesbezüglich „Viel Lärm um nichts“.

Aber auch hier wieder – für manche völlig unverständlich – bei manchen Szenen diese hemmungslosen Tränenfluten. Selbst bei Zeichentrickfilmen. Und egal, wie oft ich den Film sehe, ich heule doch immer wieder.

Und diese Talente, die so überzeugend spielen, dass man es beinahe fühlen kann, die ihre Rolle leben… Und da werde ich von manchen Leuten echt wütend gemacht:

„Hast du gehört – XY ist in einer Sekte“, „stell dir vor – der BlaBla hatte ne Affäre mit BliBlubb“, „schau mal, die ist doch magersüchtig“, „also nee, bleib mir bloß weg mit dem… Alkoholiker… Fremdgeher… Steuerhinterzieher… eingebildeten Schnösel… unsympathischen A…“

Hallooo? Das ist deren Privatleben. Ja, ich weiß, das Medieninteresse ist zu groß, als dass es privat bleiben könnte. Aber was hat das mit seinem Job zu tun? Ist er/ sie nun ein_e schlechterer Schauspieler_in, nur weil er/ sie irgendwann mal gekokst hat… Darf man sich deshalb nun die Filme nicht mehr ansehen? Das Leben der wirklich Erfolgreichen ist sicher nicht einfach. Darf man deshalb über sie urteilen? Natürlich kann man ein Verhalten total schei** finden, keine Frage. Aber auch nun, aktuell wieder: Jaaa, Angelina und Brad haben sich getrennt. „Alles nur Fake“ *brabbel*, und schon geht’s wieder los mit der Gerüchteküche, und alle Welt schimpft und zetert.

Nein, ich kann mich an so etwas nicht beteiligen.

Ich schau sie weiterhin, die Filme, die  mich mitnehmen, berühren, fesseln… und erneut die Tränchen fließen lassen. 😉

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5 Antworten zu Filme und so

  1. unserlebenmitemily schreibt:

    unsere Maus hat auch von Anfang an verstanden, dass die Dinge in Filmen nicht echt sind. Sie interessiert sich sehr für die Tricks, wie Filme gedreht werden. Zur Zeit liebt sie Raumschiff Enterprise am meisten. Seit neustem möchte sie Schauspielerin werden. 😉 Filme üben eine sehr grosse Anziehung auf sie aus.
    Ganz liebe Grüsse,
    Isabelle

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  2. perfeclty me schreibt:

    Ich bin da genauso wie Du 😀

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  3. Zarinka schreibt:

    Ein interessantes Thema jetzt für mich.

    Ich kann mich noch gut daran erinnern dass meine Mutter mir früher (als ich noch Kind war) immer wieder bei Filmen die im Fernsehen liefen erklären musste, dass dies alles da jetzt nicht echt ist…“da steht eine Kamera und dahinter steht der Kameramann und die Mitwirkenden in diesem Film sind alles nur Schauspieler…nichts davon passiert da gerade wirklich.“

    Heute kann ich natürlich schon erkennen ob und wann es sich um einen Spielfilm handelt. Dennoch habe ich bei sehr vielen Filmen auch heute immer noch oft Probleme, zu Verstehen.

    Im großen und ganzen schaue ich eigentlich so gut wie kein Fernsehen. Einzige Ausnahmen:
    Raumschiff Enterprice…Stargate Atlantis…Stargate – Kommando SG1…Star Trek: Raumschiff Voyager…um jetzt mal nur einige hier aufzuzählen.

    Liebesschnulzen, Dramen, Actionthriller und Zombies, mag ich absolut gar nicht…und ich kann mich auch nicht daran erinnern jemals bei einem Film geweint zu haben…was ich von einigen meiner wenigen Bekannten (so wie von einigen meiner Verwandten) jedoch nicht behaupten kann. Also bei denen scheint das auch recht oft vorzukommen. Da bin ich es dann die denen dann sagt: „ist doch alles nur gespielt…nur ein Film…also kein Grund zur Trauer jetzt.“

    Nur ein einziger Film hat bei mir dann jedoch sehr wohl mal so eine Art von Traurigkeit ausgelöst: Lautlos im Weltraum hieß der. Von diesem Film war ich sehr angetan…damals wie auch heute noch.
    Da bleibt nämlich ganz am Ende des Films ein Roboter in einer kurz zuvor abgestoßenen Kuppel zurück dessen Aufgabe es ist, dort die überlebenden Pflanzen und Tiere zu pflegen.

    Diese Szene hat mich dann doch sehr berührt…Tränen sind jedoch auch bei diesem Film bei mir nicht geflossen.

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    • sinnesstille schreibt:

      Ich kann nicht mal erklären, warum ich heule, es hat aber nicht unbedingt etwas mit Traurigkeit zu tun. Auch fließen bei mir Tränen an Stellen, an denen andere nichts dergleichen empfinden. Aber irgendwas überkommt mich, es ist brutal intensiv, berührt mich, nimmt mich mit. Und dann kann ich es nicht aufhalten. Oft ist es auch einfach nur Gänsehaut. Ähnlich wie bei einem schönen Lied mit toller beeindruckender Stimme…

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