Manchmal helfen halt nur’n paar Drinks und laute Musik

Wurscht!

Ich lass mich jetzt einfach gehen.

Nach Heilig Abend, der bei uns eher einer kleinen Party gleicht, also recht ungezwungen aber herzlich ist, dem ersten Feiertag nach dem „weil man das halt so macht“-Besuch bei Schwiegermuttern nebst Schwager, reicht es mir eigentlich schon wieder gründlich. Irgendwie ist grad der „Wurm drin“.

Meinen Mann ertrage ich derzeit so schwer, obwohl er gar nicht wirklich was angestellt hat. Es gibt da ein paar Dispute zwischen meinem Bruder und seinem, was uns eigentlich nichts angeht, aber mein Göttergatte hat die Begabung, so was in die alltägliche Stimmung zu infizieren. Dabei wirkt er wie ein Klotz in Holzhammer-Optik. Völlig losgelöst von jeder Realitätswahrnehmung.

Nachdem mein Geschenk für ihn auch nicht so der Brüller war, fühle ich mich mal wieder unnötig, gleichzeitig aber über die Maßen gereizt. Dazu haben noch andere Situationen beigetragen, die aber hier nicht wirklich erklärt werden müssen.

Es ist meine Allgemein-Verfassung.

Ich kann es niemandem recht machen, andere mir aber genauso wenig.

Manch geschriebener Text treibt mich zur Weißglut, aber da ich eine gute Kinderstube genossen habe, reiße ich mich zusammen und … antworte nichts. Ich schweige. Würde ich das nicht tun, würde ich den Verfasser des Beitrags verbal bzw. schriftlich auseinander nehmen. Das Schlimme ist, ich weiß, dass ich dazu in der Lage bin. Ich weiß um meine Macht mithilfe von Worten. Ausgenutzt habe ich sie durchaus, aber immer wissend und achtend, einem anderen nicht zu schaden. Talent? Segen und Fluch zugleich.

Also muss ich mich zum Schweigen zwingen. Ich will niemanden verletzen.

Und so lasse ich es mir schmecken, setz‘ die Kopfhörer auf und lass geschehen was geschehen will.

 

Gleichzeitig werde ich aber unheimlich traurig, weil mir wieder mal bewusst wird, wie oberflächlich viele Menschen in meinem Umfeld sind. Und wie wohltuend, mal wieder einen tiefsinnigen Text zu lesen, aber offensichtlich erreicht er nur wenige Menschen in vollem Umfang seiner Tiefe.

Und was dabei dann das Schlimme ist: Ich erklinge selbst für mich in meinen Gedanken überheblich. Halte ich andere Menschen für dumm? Pauschalfragen sind nicht zu beantworten, aber zugegebenermaßen machen mich Leute, die „sich anstellen“ und sich so gar keine Mühe geben, tatsächlich aggressiv. Wollen sie nicht verstehen?

Ich nehm gleich nochmal nen Schluck.

Und nun kommt die Zeit, in der viele Menschen aufs Jahr zurück blicken.

Mein Blick ist getrübt vom Jetzt.

Die Schau in die Zukunft blendet mich wie die tiefstehende Sonne, vor der ich mich verbergen will.

Und mir huscht ein Lächeln übers Gesicht – weil doch das Lied in diesem Moment so gut tut, und der Geschmack noch lange auf meiner Zunge nachhallt…

Lasst es Euch gut gehen!

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5 Antworten zu Manchmal helfen halt nur’n paar Drinks und laute Musik

  1. Luise Kakadu schreibt:

    Heute schreibst Du mir aus dem Herzen….
    Es ist wohl wieder diese Zeit….
    ❤ -liche Grüße, Luise

    Gefällt 1 Person

  2. Mind Comedy schreibt:

    Feiertage sind manchmal eine wirklich beschissene Erfindung. Versuch am besten ehrlich zu deinem Umfeld zu sein, vielleicht löst sich das Ganze durch intensives Reden?
    Vielleicht ist es ja auch wichtig das ganze Generve vor 2017 zu haben, um es dann nicht mitzunehmen 😂
    …Wohl eher nicht.
    Wenn du die Möglichkeit hast, dann enpfehle ich dir ein Entspannungs-Vollbad.
    Liebe Grüße und eine Portion Glück wünscht Dir Leonard 🐉

    Gefällt 1 Person

    • sinnesstille schreibt:

      Wie lieb von Dir! Danke!
      Intensives Reden, ja, wenn der Gesprächspartner zuhören und nicht gleich zum Gegenangriff ausholen oder weglaufen möchte. 😉
      Das Generve nicht mitzunehmen ist doch ein schöner Gedanke!
      Und das Entspannungsbad ist definitiv vorgesehen. 😀
      Liebe Grüße für Dich!

      Gefällt 1 Person

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