Heute schweigen wir!

innerwelt

Am heutigen Weltautismustag schweigen wir Autist*innen und Eltern autistischer Kinder, denn auch heute wird uns die Stimme genommen. Organisationen wie Autism Speaksund nichtbehinderte Menschen, die für uns sprechen, sind am Weltautismustag besonders laut.

Oft vermitteln diese zudem ein Bild von Autismus, das weit entfernt von jenem ist, das Autist*innen von ihrem Autismus haben. Autismus wird als schweres Schicksal für die Familien dargestellt und eine möglichst vollständige „Heilung“ als das Ziel angesehen.

Fragt man Autist*innen, haben diese hingegen oft eine ganz andere Sichtweise. Sie wünschen sich zuallererst einmal Akzeptanz; und als Förderung dann Hilfen, um in der nicht-autistischen Welt zurechtzukommen.

Die für das Verständnis existentiell wichtige Innensicht können nur Autist*innen selbst vermitteln. Nonverbale Autist*innen und auch Kinder können oft nicht für sich selbst sprechen. Umso wichtiger ist es, dass andere Autist*innen, die dazu in der Lage sind, gehört werden.

Dabei gilt immer: Kennt man einen autistischen Menschen, dann kennt man…

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6 Antworten zu Heute schweigen wir!

  1. autistanbord schreibt:

    Das dumme dabei ist… Schweigen wird allgemein zu oft als Zustimmung verstanden. Eine Enthaltung zählt so gut wie nie zu den Gegenstimmen.

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    • sinnesstille schreibt:

      Ich nutze einen Tag des Schweigens jedoch für mich. Ich genieße das Leben, so wie es mir beliebt. Das vergisst man im Kampf leider viel zu häufig, aber mir gibt es wiederum Kraft, um an passender Stelle wieder meine Stimme zu erheben. Wenn das jemand als Schwäche einstuft, ist das sein Problem. 😉

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      • autistanbord schreibt:

        Das verstehe ich sehr gut! Ist nur leider nicht das, was ich dem geteilten Text entnommen hatte. Ich muss allerdings sagen, ich käme mit einem einzigen Tag Stille und Pause im Jahr nicht aus.

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        • sinnesstille schreibt:

          Ich kann aber in diesem Zusammenhang durchaus schweigend protestieren. Nun bin ich aber auch eher ein Mensch, der generell nicht immer drauf los poltert, schon alleine deshalb, weil ich mir meine Reserven einteilen muss. [Nicht nur]Am Weltautismustag reden genügend Leute, inhaltlich oft nur heiße Luft, fühlen sich damit wichtig. Hierbei höre ich lieber nur zu, sammle Energie, um dann im passenden Moment aufzustehen – so konnte ich mir in vielen Situationen Gehör verschaffen, weil meine Gegenüber völlig überrascht sind. So schließt sich für mich der Kreis wieder.
          Und natürlich gibt es davon viele Tage im Jahr.

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